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Ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Jolande Roh

Pressemitteilung der ERKF vom 21.12.2022 über die Synode vom 15.12.2022

Synode 15.12.2022 Grangeneuve

Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg (ERKF) weist nach wie vor gesunde Finanzen auf. Das Kirchenparlament der ERKF, die Synode, genehmigte am Donnerstag, 15. Dezember 2022, an ihrer Sitzung in Grangeneuve das Budget 2023. Es sieht eine Unterdeckung von 48’919 Franken bei einem Aufwand von 2,64 Millionen Franken und einem Ertrag von 2,59 Millionen Franken vor.

Das Budget 2023 entspricht laut der finanzverantwortlichen Synodalrätin, Anne-Elisabeth Nobs, in etwa demjenigen des laufenden Jahres. Der Präsident der Finanzkommission, Fritz Schertenleib, wies darauf hin, dass die Budgetarbeit unter den aktuellen Umständen geprägt von Energiekrise, Inflation und weiteren Ungewissheiten ungleich schwieriger geworden ist.

Die Synode hat die aktualisierten Anstellungsrichtlinien für die Katechese sowie weitere darauf basierende Anstellungsdokumente behandelt. Die Papiere wurden bereits im Dezember 2021 der Synode vorgestellt und darauf bei den Kirchgemeinden in Vernehmlassung gegeben. Anregungen und Änderungsvorschläge aus diesem Prozess wurden berücksichtigt, so dass die Dokumente nun zur Kenntnis genommen werden konnten.
Wie die Verantwortliche für das Ressort Bildung, Synodalrätin Katrin Bardet, erläuterte, dienen die Dokumente letztlich dem Ziel, an den öffentlichen Schulen einen im Glauben fussenden, professionellen Religionsunterricht anzubieten; es soll ein Unterricht sein, der auch unter attraktiven und zeitgemässen Arbeitsbedingungen erteilt wird. Die ERKF brauche gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gut ausgebildete Katechetinnen und Katecheten. Diese müssten einen fairen Lohn mit angemessenen Arbeitspensen erhalten. Schliesslich seien die angehenden Katechetinnen und Katecheten heute jünger als früher, für das Familieneinkommen mitverantwortlich und an einer professionellen Anstellung interessiert. Die Unterrichtsrealitäten weichen von Ort zu Ort stark voneinander ab und die Arbeitsbedingungen sollen vereinheitlicht werden. Wichtig sei die Abgeltung aller Arbeitsleistungen, also nicht nur des Unterrichts im engeren Sinne.
Nach einer angeregten Diskussion hat die Synode beschlossen, an einer ihrer nächsten Sitzungen ein entsprechendes Regelwerk zu erlassen. Dafür soll eine vorberatende Kommission eingesetzt werden.

Die für das Ressort Human Resources zuständige Synodalrätin, Monique Johner, hat der Synode einen Bericht über die Bestandesaufnahme der Personalverwaltung in den Kirchgemeinden vorgelegt. Dieser Bericht geht auf ein Mandat zurück, das die Synode vor zwei Jahren erteilt hatte. Die Studie, mit der ein externes Unternehmen beauftragt wurde, zeigt, dass es den Kirchgemeinden oft an Ressourcen, Zeit und Kompetenzen fehlt, um ein professionelles Personalmanagement zu betreiben. Dies hat Konsequenzen für die Mitarbeitenden wie auch für die verantwortlichen Kirchgemeinderäte. Während einige Kirchgemeinden auf dem richtigen Weg sind, benötigen andere in diesem Bereich Unterstützung und Instrumente. Der Synodalrat wird konkrete Vorschläge machen, wie die Kirchgemeinden in diesem Bereich unterstützt werden können.

Für die Gesprächssynode vom nächsten Herbst hat das Kirchenparlament entschieden, über die «Erosion des kirchlichen Engagements» zu diskutieren. Es hat ausserdem einen Vorstoss für die Bildung einer Kommission für «Ökologie» abgelehnt. Den Motionären war es ein Anliegen, dass die Kirchgemeinden in ökologischen Fragen Unterstützung erhalten können.

Schliesslich informierte Synodalrätin Anne-Elisabeth Nobs über die Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Einrichtung einer Datenbank auf der Basis des kantonalen Registers FriPers. Die katholische Schwesterkirche verfügt bereits über ein gut ausgestattetes Register und erhält die Daten dazu vom Kanton. Die ERKF hätte gerne nachgezogen, erhielt aber vom Kanton nur eine Zusage unter drastischen Beschränkungen in Sachen Datenschutz. Unter diesen Umständen sei das gewünschte Register nutzlos, erläuterte Nobs, weshalb der Synodalrat nun beim Kantonsgericht gegen diesen aus seiner Sicht komplett absurden Entscheid rekurriert.