Facebook
Ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Medienmitteilung der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg vom 8. Juni 2017

Kirchenfest-Gottesdienst (11)<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-fr.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>570</div><div class='bid' style='display:none;'>2913</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Die Feier der Reformation ist eine Feier des Glaubens und des Gemeinsamen
Pierre-Philippe Blaser,
Die Freiburger Kantonalkirche und ihre 16 Kirchgemeinden hatten die Freude, am 13. und 14. Mai im Rahmen des 500. Jubiläums der Reformation ein grosses » Kirchenfest durchführen zu dürfen. Im Beaulieu-Park neben dem Sitz Ihrer Kantonalkirche und der Kirchenkanzlei feierten wir mit hunderten von Gästen ein grosses Fest. Ein Höhepunkt des Anlasses war die Revue der Amtsträger. Mit grossem Aufwand organisierten Pfarrpersonen und Diakoninnen der Kirchgemeinden unter der fachkundigen Leitung eines Komitees präsidiert von Pfarrer und Synodalratspräsident Pierre-Philippe Blaser ein fast zweistündiges Episodentheater mit Elementen aus Schattenspiel, Pantomime, Kasperlitheater, Slam Poetry und Musical. Die Zuschauer waren begeistert, zumal sie wussten, welche Bemühungen die Darsteller auf sich nahmen, um aus einer Idee etwas Grosses zu machen. Das Stück verband Humor und Gesellschaftskritik, warf aber auch einige selbstkritische Fragen auf, welche den Pfarrberuf und die Zukunft der Kirche behandelten. Alle drei Aufführungen waren ausverkauft. Ein weiterer Höhepunkt des Festes war das Nachtessen im Festzelt. Das Menu orientierte sich gemäss der Organisatorin, Frau Synodalrätin Thérèse Chammartin, nach mittelalterlichen Vorbildern. Salat und Süssmost aus der gemeinsamen Schale und Coq au Vin – das Menu war delikat. Originell und spannend waren auch die Stände am Samstag Nachmittag, an denen Kirchgemeinden und Fachstellen die Besucher mit allerhand Wissenswertem, Unterhaltsamen und manchmal Herausfordernden rund um die Reformation beschäftigten. Wettbewerbe und viele kleine und grosse Andenken machten den grossen Anlass unvergesslich. Am Abend standen viele Angebote für die Jugendlichen offen.

Der Sonntag begann mit einem zweisprachig geprägten Gottesdienst unter Beisein von Vertretern unserer katholischen Schwesterkirche und gestaltet von den Mitgliedern unseres Synodalrates. Der Gottesdienst war würdig und stand unter dem Zeichen des Lichts und der Erkenntnis, welche die Schrift und der Glaube den Menschen mit der Reformation gebracht haben. Die Redner betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Begehens eines Weges – zwischen den Kirchen sowie zwischen Kirchen und dem Staat. Der Weg des reformierten Glaubens von morgen wurde dargestellt als eine persönliche Suche, eines jeden bei sich selbst, nach den Spuren desjenigen Glaubens, welcher bis zum heutigen Tage ein Leitfaden gewesen ist für die vielen Menschen, die sich durch Christi Botschaft berührt und berufen fühlten, resp. fühlen.

Unmittelbar danach feierten die Anwesenden einen Festakt mit Ansprachen der höchsten Vertreter des Staates. Grossratspräsident Herr Bruno Boschung und Staatsratspräsident Herr Maurice Ropraz gratulierten den Freiburger Reformierten zum runden Jubiläum und betonten die Bedeutung der Kirchen im Allgemeinen und der reformierten Kirche im Besonderen für die Gesellschaft und das öffentliche Leben. Herr Synodalratspräsident Pierre-Philippe Blaser und der Freiburger Dompropst, Herr Claude Ducarroz in Vertretung von Herrn Bischof Charles Morerod, wiesen darauf hin, dass Versöhnung und Respekt als Grundlage der ökumenischen Zusammenarbeit nicht nur ein Gebot der Stunde sind, weil es wichtig ist, gemeinsam gegen viele Probleme der Gesellschaft standzuhalten, sondern weil es Jesus Christus so von den Seinen möchte, gemeinsam gegen Unrecht und für den Menschen da zu sein.