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Ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Jolande Roh

Kantonale Kollekte für ACO, 2. Oktober 2022

Offrande_ACO_2.10.2022

Zwischen Nöten und Versprechungen setzt die Morgenlandmission (das war ihr deutscher Name, aber jetzt wird überall nur noch der französische Name gebraucht: Action chrétienne en Orient, ACO) ihre Arbeit in einer Region fort, die durch Krieg und Spannungen, Korruption und schwierige Demokratisierungsprozesse, zwischen religiösem Fanatismus und religiöser Diskriminierung, immer wieder in schwierige Situationen gerät. 1922 sah der elsässische Pfarrer Paul Berron, der als Seelsorger bei den französischen Truppen in Aleppo, Syrien, stationiert war, Tausende von Armeniern ankommen, die vor dem Völkermord im Osten des Osmanischen Reiches flohen. Tief berührt von so viel Not, mobilisierte er die Kirchen im Elsass, um Hilfe zu leisten. Aus diesem Aufruf entstand die Morgenlandmission, "Action chrétienne en Orient". Sehr bald gründeten Schweizer eine Arbeitsguppe, um diese Mission zu unterstützen. Mit der Gründung von DM in Lausanne im Jahr 1963 wurde die Morgenlandmission Schweiz Teil dieses missionarischen Impulses und der internationalen Solidarität. Seither gehören die Union der Armenischen Evangelischen Kirchen im Nahen Osten, die Arabische Evangelische Synode von Syrien und dem Libanon sowie die Evangelische Synode des Iran zu den Partnern unserer reformierten Kirchen. Ihre Dynamik trotz der Not, ihre Kraft eines Zeugnisses der Liebe inmitten der Trümmer, ist beispielhaft. Dennoch ist ihr Durst, sich mit anderen Kirchen verbunden zu wissen, sich nicht vergessen zu fühlen, für uns, die EERF, ein Aufruf, sich für sie zu interessieren, ganz besonders in diesem Jahr des hundertjährigen Jubiläums der Gründung der «Action chrétienne en Orient». Wir haben schon mehrmals Kollekten für ACO gemacht, besonders für die Flüchtlingsarbeit während dem Syrienkrieg.
Diese kantonale Kollekte ist ein Zeugnis unseres Willens, mit insbesondere den Protestanten des Nahen Ostens, zusammen Kirche zu sein.

Der Synodalrat lädt Sie ein, über das eine oder andere Projekt der ACO im Gottesdienst zu berichten, in dem die Kollekte zugunsten unserer protestantischen Partnerkirchen im Nahen Osten während dieser Hundertjahrfeier gesammelt wird. Für weitere Informationen :
» action-chretienne-orient.fr/nos-publications/
» www.dmr.ch/projets/irak-iran-liban-syrie-action-chretienne-en-orient/

Für den Synodalrat,

Pfr. Martin Burkhard
Ressort Mission + Hilfswerke


"Die Beziehung zu unseren Partnern ist für uns wertvoll in diesem Todeskampf, den wir durchmachen. Wir wünschen uns, dass sie weiterhin in die Region kommen, um dieses tiefe Engagement durch eine effektive Präsenz und das Gebet zu pflegen. Die Action chrétienne en Orient hat immer Wert darauf gelegt, vor Ort zu kommen, um uns zu treffen, selbst in den schwierigsten Zeiten. Wir müssen diese nunmehr hundertjährige historische Beziehung aufrecht erhalten. Nur mit einer starken Beziehung können wir Gottes Mission dienen und das Versprechen Jesu erfüllen, dass wir gemeinsam Salz und Licht der Welt sein können."
Pfarrer Joseph Kessab, Direktor der Arabischen Evangelischen Synode von Syrien und Libanon und Präsident des Obersten Rates der Evangelischen Kirchen in Syrien und Libanon.