Facebook
Ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Jolande Roh

Pressemitteilung der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg vom 18. Oktober 2019

Synode 14-10-19 Assermentations<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-fr.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>759</div><div class='bid' style='display:none;'>4156</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg (ERKF) vom 14. Oktober 2019 in Grangeneuve
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg (ERKF) genehmigte am 14. Oktober in Grangeneuve grossmehrheitlich die neue Verfassung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). Damit verbunden ist die Änderung des Namens SEK in Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz (EKS). Sie soll nach der Ratifizierung durch die Mitgliedskirchen auf den 1. Januar 2020 in Kraft treten. Ein wesentlicher Punkt der neuen Verfassung ist die Subsidiarität zwischen nationaler Kirche und den Kantonalkirchen.

Drei Ehrengäste wohnten der Synode bei: Im Namen des Staatsrats würdigte dessen Präsident Jean-Pierre Siggen die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und den Kirchen wie auch unter den Religionsgemeinschaften. Man teile gemeinsame Werte wie etwa das soziale Engagement, das Verbot von Diskriminierung und den Erhalt der Schöpfung. Charles Morerod, katholischer Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, betonte, dass es wichtig ist, dass die Kirchen Stellung beziehen, der Gesellschaft Impulse geben und ihre Werte vertreten. Walter Buchs, Präsident der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft, brach eine Lanze für einen religiösen Schulunterricht mit hoher pädagogischer Qualität. Die Kirchen seien verpflichtet, Kindern und Jugendlichen in einer immer stärker individualisierten Gesellschaft gemeinschaftliche Werte näherzubringen.

Die Kantonalkirche hat beschlossen, zusammen mit der katholischen Schwesterkirche an der schweizweiten Nacht der Kirchen vom Freitag, 5. Juni 2020 teilzunehmen. Die Kirchgemeinden und Pfarreien sollen die Tore ihrer Kirchen wenn möglich bis Mitternacht für Aktivitäten aller Art öffnen. Menschen sind in der Nacht besonders offen für neue Eindrücke, lassen sich begeistern und sind bereit, neue Möglichkeiten von Kirche zu erleben. Pfarrer Pascal Känzig, Co-Präsident des Konvents, rief die interessierten Kirchgemeinden auf, neben bewährten Angeboten auch ungewöhnliche Ideen auszuprobieren. Die Kirche soll während dieser Nacht ein Ort der Begegnung für das ganze Dorf sein. "Wir wollen die Menschen einladen, an unserer Begeisterung teilzunehmen", so Känzig.

Seit geraumer Zeit bietet die Kantonalkirche mehrere spezielle Seelsorgedienste an.
In der Regel sind diese Angebote ökumenisch und zweisprachig. Den Anwesenden wurden drei davon näher vorgestellt: So wird eine Seelsorge im Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit, Marsens, angeboten. Dieses stösst auf Interesse, gerade weil die Betroffenen besonders stark mit existenziellen Zweifeln konfrontiert sind und sich spirituelle Fragen stellen. Die Seelsorge für Menschen mit einer Behinderung engagiert sich in rund 20 Institutionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Behinderung etwa für gemeinsame Feiern, eine übergreifende Katechese sowie Gedenkfeiern. Im Bundesasylzentrum Guglera wird Seelsorge für Menschen, deren Asylverfahren abgeschlossen ist und die weiterreisen müssten, angeboten; Menschen, die in ihrer Heimat Erfahrung mit Gewalt, Krieg und Armut gemacht haben und deshalb geflüchtet sind. Es gehe darum, diesen Menschen die Würde zurückzugeben, die bei einer Flucht oft als erstes auf der Strecke bleibe.