Facebook
Ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Jolande Roh

Pressemitteilung der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg vom 24. September 2020

Synode_19.09.2020 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Eglise&nbsp;cantonale)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-fr.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>810</div><div class='bid' style='display:none;'>4343</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg (ERKF) vom 19. September 2020 in Murten
In ihrer ersten Sitzung nach der Coronakrise beschloss die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg am 19. September in Murten einstimmig, die Resolution der Evangelischen Kirche der Schweiz (EKS) zugunsten der Flüchtlinge in Moria auf den griechischen Inseln zu unterstützen. Die Schweiz soll einen Teil der Betroffenen aufnehmen, die nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria ohne ihr Verschulden obdachlos geworden sind. Die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln sollen baldmöglichst evakuiert werden und ein faires Asylverfahren erhalten.

Die Synode genehmigte mit coronabedingter Verspätung die Jahresrechnung 2019 der Synodalkasse. Sie schliesst bei einem Aufwand von rund 2,428 Millionen Franken mit einem Einnahmenüberschuss von 3’566 Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 30’700 Franken. Eingerechnet sind ausserordentliche Ausgaben von 106'000 Franken: So sprach die Synode 30'000 Franken für neues Schulmaterial für den Religionsunterricht. Weitere Mittel stellte sie für Massnahmen zugunsten der Kirchgemeinden zur Verfügung, etwa für die Ausbildung neuer Kirchgemeinderäte. Schliesslich fliessen zusätzliche Mittel in den Ausbildungsfonds für Pfarrpersonen. Synodalrätin Anne-Elisabeth Nobs, Finanzvorsteherin, betonte, dass Einnahmen, Ausgaben und Saldo seit 2012 stabil geblieben sind – wenn auch mit Ausnahmen, wie dem zusätzlichen Aufwand für die Seelsorge im Bundesasylzentrum Guglera.
Das Freiburger Kirchenparlament genehmigte die Jahresrechnung 2019 der Synodalkasse und die Zuweisung des Einnahmenüberschusses einstimmig.

Die Synode hiess einen ausserordentlichen Beitrag in der Höhe von 53'000 Franken für die Unterstützung von Hilfswerken gut. Dies entspricht dem Betrag, der ihnen wegen des Lockdowns an Einnahmen durch Kollekten der Kirchgemeinden entgangen ist. Die Unterstützung soll die Arbeit kantonal, wie auch weltweit wirkender Hilfswerke zugunsten der Schwächsten dieser Welt ermöglichen. Der Beitrag wird erst in der Rechnung 2020 als ausserordentliche Ausgabe wirksam und dem Eigenkapital entnommen.

Es fand eine rege Diskussion über die Legislaturziele des Synodalrats statt, die hinterfragt, bewertet und verabschiedet wurden. Insbesondere fokussieren sich diese Ziele auf die Bildung für die in der Kirche engagierten Personen, sowie auf die Verantwortung der Kirche gegenüber der Umwelt.

Die Synodalen nutzten die Gelegenheit der ersten Sitzung nach dem Lockdown für eine Analyse der Coronakrise und ihrer Auswirkungen. Vertreter von Kirchgemeinden präsentierten Massnahmen und Angebote, die sie während der Krise in kurzer Zeit erarbeitet und umgesetzt haben. Fazit: Die Investition in digitale Angebote lohnt sich, weil sie den Kontakt zu neuen Kreisen von Gemeindegliedern ermöglichen. Gerade auch klassische, «analoge» Dienstleistungen können ein Weg sein, besonders vulnerablen Kreisen näherzukommen. Viele Kirchgemeinden haben die Situation genutzt, sich neu aufzustellen und ihre Tätigkeiten und Prozesse zu verbessern.

Die Lange Nacht der Kirchen, die dieses Jahr ausgefallen ist, wird am 28. Mai 2021 durchgeführt. Der Synodalrat ruft alle Kirchgemeinden zur Teilnahme auf.