Evang.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Medienmitteilung vom 13. Februar 2012 der Evangelisch – Reformierten Kirche des Kantons Freiburg

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Revision KV/KO

Sondersynode vom 11. Februar 2012 der Evangelisch – Reformierten Kirche des Kantons Freiburg in Murten
Kirchgemeinde miteinander leiten

Alle gewählten Amtsträgerinnen und Amtsträger sollen künftig dem Kirchgemeinderat angehören, mit beratender Stimme und Antragsrecht. Eine Person aus ihrem Team wird auch das Stimm- und Wahlrecht besitzen.

Die Reformierte Kirche Freiburg hat in der Frage der Gemeindeleitung anders entschieden als andere Kantonalkirchen: Auch künftig hat ein Mitglied des Teams von Amtsträgerinnen und Amtsträgern im Kirchgemeinderat das Stimm- und Wahlrecht.
Doch auch in Freiburg hat sich diese Frage in der Synode bei der Teilrevision der Kirchenordnung als Knacknuss erwiesen. Mehrere Anträge dazu wurden ausführlich und teilweise emotional diskutiert.
Die Revisionskommission hatte vorgeschlagen, die Amtspersonen künftig nur mit beratender Stimme und Antragsrecht einzubinden. Doch mit 39 zu 32 Stimmen entschieden die Delegierten, dass neben der Administration und den Finanzen auch die Theologie und Diakonie einzubeziehen sind. Gemeinsam sollen die Entscheide getroffen, gegenüber der Kirchgemeindeversammlung verantwortet und dann „durchgezogen“ werden. Selbstverständlich bleibt die Ausstandspflicht bei gewissen Themen. Vielen Synodalen war wichtig, dass die reformierte Kirche sich von einer Firma oder einer politischen Gemeinde unterscheidet und einige Fragen auf ihre Weise regelt.

Verfahren geklärt und gestrafft
Um solche Fragen auszudiskutieren, braucht die Synode viel Zeit. Deshalb hat das Büro die Verfahren anhand der Reglemente überprüft und etwas gestrafft. So konnte das Kapitel „Leitung der Gemeinde“ durchberaten werden, obschon viele Fragen zur künftigen Administration beantwortet, Verständnisfragen geklärt und juristische Details präzisiert wurden. Mit Anpassungen passierten die Artikel zur Wahl in den Kirchgemeinderat, zu dessen Konstituierung, zu Auftrag und Kompetenz der Räte. Die Synodalen regelten auch das Vorgehen bei Beschlüssen und bei Pflichtverletzungen.
Mit dem Kapitel zu den Diensten und Ämtern in der Kirche standen wieder grundsätzliche Themen zur Diskussion. Wenig zu reden gaben die Artikel zu den Freiwilligen in der Gemeinde. Die Synode legte fest, dass auch Personen, die Mitglied einer Schwesterkirche sind, für besondere Dienste beauftragt werden können. Erst andiskutiert wurde die Frage, wie künftig die ordinierten Amtsträgerinnen und Amtsträger angestellt werden sollen.
Die Synodalen freuten sich über die Nachricht, dass die revidierte Kirchenverfassung vom Staatsrat geprüft und genehmigt wurde sowie über den Beschluss des Grossen Rates, dass auch juristische Personen weiterhin Kirchensteuern entrichten sollen.
Am 17. März, 31. März und 12. Mai wird die Teilrevision weitergeführt.
Autor: jolande roh     Bereitgestellt: 14.02.2012    
 
  aktualisiert mit kirchenweb.ch