Evang.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Medienmitteilung vom 2. April 2012 der Evangelisch – Reformierten Kirche des Kantons Freiburg

Sondersynoden

Sondersynoden

Ausserordentliche Synode vom 31. März 2012 der Evangelisch – Reformierten Kirche des Kantons Freiburg im Zentrum Löwenberg Murten
Klare Regeln für Sigristin und Hauswart

Künftig wird in den reformierten Kirchgemeinden zwischen den Aufgaben einer
Sigristin und denen eines Hauswarts unterschieden. Neu geregelt werden die
Zusammenkünfte der Synode: Das Kirchenparlament soll in Zukunft fünf Mal
im Jahr tagen. Die Synoden sollen aber kürzer werden.

Die reformierte Kirchenordnung von 1997 bezeichnet Sigristinnen und Sigristen als
kirchliche Mitarbeitende, die für die Pflege der Kirchen und Anlagen zuständig sind
und den Gottesdienstbesuchenden helfen. Zurzeit wird diese Ordnung revidiert.
Danach wird unterschieden zwischen den „geistlichen“ Aufgaben des Sigristen im
Zusammenhang mit dem Gottesdienst und den „praktischen“ der Hauswartin in der
Pflege der Anlagen. Beide sollen freundliche Ansprechpersonen sein. Für beide
Bereiche werden Ausbildung, Pflichten und Rechte gemäss den Richtlinien des
Schweizerischen Sigristenverbandes klar geregelt. Eine Person kann auch weiterhin
beide Funktionen übernehmen. Als Sigrist oder Sigristin muss sie der evangelischreformierten
Kirche angehören.
Die Bestimmungen über die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, über die
Sekretärin und den Kassier der Kirchgemeinde sowie die Artikel zum Haushalt und
zur Verwaltung der Kirchgemeinde werden den heutigen Praktiken angepasst und
redaktionell überarbeitet. In den Archiven sollen die Unterlagen zu den
Liegenschaften (Kauf, Renovation) unbefristet aufbewahrt werden. Mit diesen
Artikeln haben die Delegierten am Samstag die Teilrevision des Kapitels über die
Gemeinden abgeschlossen und das Thema „Kantonalkirche“ in Angriff genommen.

Synoden: Fünf Mal vier Stunden
Das gesetzgebende und leitende Organ der Kirche im Kanton ist die Synode. Sie tritt
gegenwärtig einen ganzen Tag im Juni und im November zusammen; dazu können
ausserordentliche Treffen - wie bei der nun laufenden Teilrevision der Regelwerke -
stattfinden. Ihr Auftrag, die Amtsdauer und die Aufgaben bleiben nach der Revision
etwa die gleichen wie bisher.
Doch neben den Themen rund um die Administration und ums „Geld“ soll an den
Synoden mehr Zeit für den „Geist“, für die kirchlichen Fragen und für Begegnungen
bleiben. Nach ausführlicher Diskussion haben die Delegierten beschlossen, künftig in
der Regel fünf Mal jährlich, am Ende eines Nachmittags oder am Samstagvormittag
für die Dauer von vier Stunden zu tagen.
Am 12. Mai wird die Revision fortgesetzt. Der Zeitplan sieht vor, alle Lesungen im
Laufe des Jahrs 2012 abzuschliessen. Dazu sollten allfällige Anträge zur Vorlage vor
dem Sommer eingereicht werden, mahnte Synodepräsident Frédéric Noyer.
Autor: jolande roh     Bereitgestellt: 02.04.2012    
 
  aktualisiert mit kirchenweb.ch