Evang.-ref. Kirche des Kantons Freiburg

Jahresbericht der Departemente Finanzen und Recht

Rechnungsabschluss 2007: sehr gutes Ergebnis, Voranschlag 2009: gleichbleibender Beitragssatz für die Kirchgemeinden - jedoch Unterdeckung im Voranschlag. Kirchgemeinden verfügen über gesunde Finanzlage, fehlende Schnittstellen in der Rechnungslegung beschäftigen die Finanzkommission. Teilrevision, erster Entwurf: angespannter Zeitplan.
Entwurf
Die Rechnung 2007 schloss gegenüber dem Budget um 206‘000 Franken besser ab. Minderausgaben bei den Kirchenämtern und ein höherer Kantonsbeitrag als budgetiert trugen zu diesem guten Ergebnis bei. Im Weiteren konnten die Ausgaben von Synode und Synodalrat reduziert und Vorauszahlungen wieder eingebracht werden. Mit dem Überschuss wurde eine Rückstellung für die unerwartet aufgetauchte Mehrwertsteuer-Nachforderung aus der Übertragung des Hauses der Begegnung (HdB) gebildet, sowie das Seelsorgeamt Spital im Seebezirk abgegolten. Entgegen dem Vorschlag der Finanzkommission wurde zwei Werken (innere und äussere Mission) je 20‘000 Franken zugewiesen. Damit reduzierte sich die Eigenkapitalzunahme auf 53‘000 Franken.

An der Frühlingssynode stimmte die Synode der neu gestaltete Schlussrechnung und der Kostenzuweisung Kantonalkirche /Stiftung zu. Damit kann das letzte Kapitel der Geschichte HdB als abgeschlossen betrachtet werden. Unter Berücksichtigung der von den Kirchgemeinden seit 2006 und bis 2011 laufenden Darlehensrückzahlungen verbleibt aus dem Schenkungsvorgang ein Fehlbetrag von ca. 700‘000 Franken zulasten der Kantonalkirche. Wenigstens hat sich die oben erwähnte und heftig diskutierte MWST-Forderung reduziert, indem 83‘000 Franken Steuernachforderungen bedingt aufgehoben worden sind (Entscheid MWST Januar 2008).

Gegenüber dem ausgeglichenen Voranschlag 2008 weist jener von 2009 eine Unterdeckung von 64‘000 Franken auf. Hier schlagen einerseits die gestiegenen Kosten der Kirchenämter und der abnehmende Kantonsbeitrag zu Buche (100‘000 / -15‘000). Den steigenden Anforderungen an die Geschäftsstelle wurde mit einer Teilaufstockung Rechnung getragen. Das provisorisch eingeführte System mit einem festen Beitragssatz für die Beiträge der Kirchgemeinden wird weitergeführt. Dabei folgte die Synode dem Vorschlag von Finanzkommission und Synodalrat, trotz der Unterdeckung diesen Beitragssatz nicht über die früher festgelegte Obergrenze (Faktor 1,3) zu erhöhen. Dies erfordert von allen Beteiligten eine grosse Budget- und Ausgabendisziplin. In Zukunft wird sich die Synode bei neuen Finanzbeschlüssen eingehender als bisher mit der jeweiligen Mittelbeschaffung auseinander setzen müssen.

Die Aufsichtsfunktion der Finanzkommission über die Finanzlage der Kirchgemeinden, welche bisher nach dem System der konsolidierten Rechnungen vorgenommen worden ist, muss neu konzipiert werden. Durch die Vielfalt der Buchhaltungsprogramme verbunden mit unterschiedlichen Kontenplänen der Kirchgemeinden fehlen für eine Konsolidierung immer mehr Schnittstellen. Die Finanzkommission arbeitet daher an einem Konzept, das sich auf mehrjährige Kennzahlen aus den Abschlüssen bezieht. Zudem prüft sie auch die Möglichkeiten für die Anwendung eines einheitlichen Buchhaltungsprogramms für alle Kirchgemeinden und empfiehlt eine striktere Einhaltung des Kontenplans.


Die von der Synode eingesetzte Kommission für die Teilrevision von Kirchenverfassung und Kirchenordnung arbeitete 2008 an diesem sehr anspruchsvollen Projekt. Sie hält sich dabei an die Vorgabe der Synode, primär die Kirchenordnung zu bearbeiten und dann an der Verfassung die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Neben den in einer weit gefassten Vernehmlassung eingeholten Änderungvorschlägen wird insbesondere auch der systematisch logischen Folge der Artikel und einer sinngemäss korrekten Übersetzung grosses Gewicht beigemessen. Von einem Sitzungsplan, welcher auch Halbtage umfasst erhofft die Kommission, ihren selbst vorgegebenen Zeitplan einhalten zu können (1. Lesung 2010).
In den Kirchgemeinden Bulle und Ferenbalm konnte die Pfarrstelle neu besetzt werden. In Ferenbalm erfolgt demnächst die Installation des Amtsträgers in dieser bernisch-
Autor: Samuel Gerber     Bereitgestellt: 13.01.2009    
 
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