Synode der Reformierten Kirche Freiburg: Ausgeglichene Rechnung, Abschied von Charmey und Weichenstellungen für die Zukunft
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg ist am 2. Juni 2026 zur ersten Sitzung der neuen Legislatur zusammengetreten. Geleitet wurde die Versammlung erstmals vom neu gewählten Synodepräsidenten Urs Leicht.
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg ist am 2. Juni 2026 zur ersten Sitzung der neuen Legislatur zusammengetreten. Geleitet wurde die Versammlung erstmals vom neu gewählten Synodepräsidenten Urs Leicht.
Die Synode genehmigte die Jahresrechnung 2025 der Synodalkasse. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen schloss diese nicht mit einem Defizit von über 60'000 Franken, sondern mit einem kleinen Überschuss von 230 Franken ab. Aufwand und Ertrag beliefen sich auf insgesamt 2,521 Millionen Franken. Anne-Elisabeth Nobs, die für die Finanzen zuständige Synodalrätin, führte das Ergebnis insbesondere auf tiefere Personalkosten infolge vorübergehend unbesetzter Stellen zurück. Die Synode erteilte dem Synodalrat Decharge und legte dessen Finanzkompetenzen für die kommende Legislaturperiode fest.
Synodalratspräsident Pfarrer Pierre-Philippe Blaser zog zudem eine Zwischenbilanz zur Umsetzung der Legislaturziele. Im Zentrum stünden die Unterstützung und Wertschätzung der Mitarbeitenden – sowohl der Angestellten als auch der zahlreichen Freiwilligen. «Wir verfolgen unseren Weg konsequent weiter. Unsere Leitlinien geben Orientierung und Inspiration», betonte Blaser.
Definitiver Abschied vom Haus der Begegnung in Charmey
Für einen emotionalen Moment sorgte die Bekanntgabe des definitiven Verkaufs des ehemaligen Hauses der Begegnung in Charmey an einen Freiburger Unternehmer. Damit endet die fast 60-jährige Geschichte des Seminar- und Begegnungszentrums der reformierten Kirche Freiburg.
Nachdem das Projekt zur Sanierung und Neunutzung der Anlage im vergangenen Jahr gescheitert war, wurde das Zentrum nun endgültig geschlossen.
In der Debatte wurde auch Enttäuschung über das Ende des traditionsreichen Zentrums sowie über das komplizierte Verkaufsverfahren geäussert. Einzelne Stimmen forderten, den verbleibenden Saldo den Kirchgemeinden zurückzuerstatten, die das Haus über Jahrzehnte mitgetragen hatten. Auf der Grundlage der gesetzlichen Möglichkeiten wird der Synodalrat der Synode zu gegebener Zeit einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten; dabei könnte eine Unterstützung für die Ausbildung der Amtsträger vorgeschlagen werden.
Zum Abschluss übergab Jean-Daniel Wicht, Präsident des bisherigen Not-Stiftungsrates, den Schlussbericht sowie symbolisch einen grossen Schlüssel an die Präsidien von Synodalrat und Synode.
Kirchen als Stabilitätsfaktor
Traditionsgemäss richtete auch ein Vertreter des Freiburger Staatsrates das Wort an die Synode. Didier Castella, Direktor der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD), würdigte die wichtige Rolle der Kirchen in einer Zeit gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche. Besonders jungen Menschen könnten sie Orientierung, Verlässlichkeit und Werte vermitteln. Zugleich seien die kirchlichen Botschaften von Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung wichtige Ressourcen für die gesamte Gesellschaft.
Unterstützung für Co-Präsidien in Kirchgemeinden
Die Synode behandelte zudem mehrere parlamentarische Vorstösse. Unterstützung erhielt eine Motion, welche die Einführung von Co-Präsidien in Kirchgemeinden ermöglichen will. Der Synodalrat nahm die Motion entgegen. Die Motionäre sehen darin ein wichtiges Instrument zur Gewinnung und Förderung von Führungspersonen sowie zur Stärkung der Kirchgemeinderäte. Der Antrag, unverzüglich Pilotprojekte zu starten, noch bevor die Rechtstexte angepasst sind und ohne eine demokratische Diskussion zu führen, wurde hingegen abgelehnt.
Weiter diskutierte die Synode die Aufgaben und Zuständigkeiten der Fachstelle Bildung. Synodalrätin Katrin Bardet stellte die bestehenden Angebote sowie bereits eingeleitete Verbesserungsmassnahmen vor. Ziel bleibt eine noch bessere Unterstützung der Kirchgemeinden in Bildungs- und Katechesefragen.
Vertagt wurde schliesslich die Diskussion über ein mögliches Stipendiensystem für den Quereinstieg ins Pfarramt. Die vom Parlament verlangte Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, teilte der Synodalrat mit.
Mission und Gerechtigkeit
Benjamin Simon (Direktor) und Patrick Felberbaum (Präsident) stellten der Synode die Arbeit der Missionsgesellschaft DM vor. Die Organisation, die mit 36 Partnerwerken zusammenarbeitet, widmet sich 2026 schwerpunktmässig dem Thema Gerechtigkeit und organisiert dazu verschiedene Veranstaltungen in der Schweiz und im Ausland.
Für Rückfragen:
Peter A. Schneider
026 670 45 40,
Synodalratspräsident Pfarrer Pierre-Philippe Blaser zog zudem eine Zwischenbilanz zur Umsetzung der Legislaturziele. Im Zentrum stünden die Unterstützung und Wertschätzung der Mitarbeitenden – sowohl der Angestellten als auch der zahlreichen Freiwilligen. «Wir verfolgen unseren Weg konsequent weiter. Unsere Leitlinien geben Orientierung und Inspiration», betonte Blaser.
Definitiver Abschied vom Haus der Begegnung in Charmey
Für einen emotionalen Moment sorgte die Bekanntgabe des definitiven Verkaufs des ehemaligen Hauses der Begegnung in Charmey an einen Freiburger Unternehmer. Damit endet die fast 60-jährige Geschichte des Seminar- und Begegnungszentrums der reformierten Kirche Freiburg.
Nachdem das Projekt zur Sanierung und Neunutzung der Anlage im vergangenen Jahr gescheitert war, wurde das Zentrum nun endgültig geschlossen.
In der Debatte wurde auch Enttäuschung über das Ende des traditionsreichen Zentrums sowie über das komplizierte Verkaufsverfahren geäussert. Einzelne Stimmen forderten, den verbleibenden Saldo den Kirchgemeinden zurückzuerstatten, die das Haus über Jahrzehnte mitgetragen hatten. Auf der Grundlage der gesetzlichen Möglichkeiten wird der Synodalrat der Synode zu gegebener Zeit einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten; dabei könnte eine Unterstützung für die Ausbildung der Amtsträger vorgeschlagen werden.
Zum Abschluss übergab Jean-Daniel Wicht, Präsident des bisherigen Not-Stiftungsrates, den Schlussbericht sowie symbolisch einen grossen Schlüssel an die Präsidien von Synodalrat und Synode.
Kirchen als Stabilitätsfaktor
Traditionsgemäss richtete auch ein Vertreter des Freiburger Staatsrates das Wort an die Synode. Didier Castella, Direktor der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD), würdigte die wichtige Rolle der Kirchen in einer Zeit gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche. Besonders jungen Menschen könnten sie Orientierung, Verlässlichkeit und Werte vermitteln. Zugleich seien die kirchlichen Botschaften von Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung wichtige Ressourcen für die gesamte Gesellschaft.
Unterstützung für Co-Präsidien in Kirchgemeinden
Die Synode behandelte zudem mehrere parlamentarische Vorstösse. Unterstützung erhielt eine Motion, welche die Einführung von Co-Präsidien in Kirchgemeinden ermöglichen will. Der Synodalrat nahm die Motion entgegen. Die Motionäre sehen darin ein wichtiges Instrument zur Gewinnung und Förderung von Führungspersonen sowie zur Stärkung der Kirchgemeinderäte. Der Antrag, unverzüglich Pilotprojekte zu starten, noch bevor die Rechtstexte angepasst sind und ohne eine demokratische Diskussion zu führen, wurde hingegen abgelehnt.
Weiter diskutierte die Synode die Aufgaben und Zuständigkeiten der Fachstelle Bildung. Synodalrätin Katrin Bardet stellte die bestehenden Angebote sowie bereits eingeleitete Verbesserungsmassnahmen vor. Ziel bleibt eine noch bessere Unterstützung der Kirchgemeinden in Bildungs- und Katechesefragen.
Vertagt wurde schliesslich die Diskussion über ein mögliches Stipendiensystem für den Quereinstieg ins Pfarramt. Die vom Parlament verlangte Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, teilte der Synodalrat mit.
Mission und Gerechtigkeit
Benjamin Simon (Direktor) und Patrick Felberbaum (Präsident) stellten der Synode die Arbeit der Missionsgesellschaft DM vor. Die Organisation, die mit 36 Partnerwerken zusammenarbeitet, widmet sich 2026 schwerpunktmässig dem Thema Gerechtigkeit und organisiert dazu verschiedene Veranstaltungen in der Schweiz und im Ausland.
Für Rückfragen:
Peter A. Schneider
026 670 45 40,
