Editorial

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Zwischen Erde und Eden: Unterwegs in einer sorgenden Kirche

Liebe Leserinnen, liebe Leser

In einer Zeit, in der unser Gesundheitswesen unter enormem Druck steht, rückt die Ethik des «Care» unsere Verletzlichkeit und gegenseitige Verbundenheit neu ins Zentrum – und erinnert daran, wie unverzichtbar Care-Arbeit für eine menschliche Gesellschaft ist. Zugleich zeigt sich, wie sehr wir Orte brauchen, an denen dieses sorgende Miteinander konkret erfahrbar wird: in spirituellen Räumen wie Crêt-Bérard, wo Gebet, Landschaft und Gemeinschaft Menschen stärken, oder in digitalen «Lagerfeuern» wie RefLab, das mit seinem Garten «Zwischen Erde und Eden» Natur, Spiritualität und Alltag ins Gespräch bringt.

«Urknall und Sternenstaub» öffnet den Blick für die Tiefe des Universums und den Dialog zwischen Naturwissenschaft und Glaube, während der Festival-Garten von BREF junge Menschen ermutigt, unter dem Motto «en chemin» ihre eigenen Wege, Fragen und Träume zu erkunden. Die Kirche lebt dort, wo Menschen sich aufmachen – im wörtlichen Sinn auf langen Wanderungen, wie sie unser neuer Synodepräsident Urs Leicht liebt, ebenso wie im übertragenen Sinn, wenn Kultur, Glaube und Alltag einander durchdringen.

Damit solche Wege sicher und vertrauenswürdig bleiben, nimmt unsere Kirche den Schutz der persönlichen Integrität konsequent in den Blick: mit klaren Standards, Basisschulungen und der Haltung, dass Prävention nicht auf dem Papier stehenbleiben darf, sondern im gemeinsamen Lernen und im konkreten Verhalten sichtbar wird. Und sie bleibt lebendig, wo neue Gesichter wie Marie Javet in der Jugendarbeit Beziehungen knüpfen, junge Menschen begleiten und mit ihnen Formen von Kirche gestalten, die ihrer Lebenswelt entsprechen – zwischen Erde und Eden unterwegs, im Vertrauen auf die Kraft der Liebe.

Benjamin Stupan
Synodalrat
Ressort Kommunikation


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