Bericht über die Arbeit im Handlungsfeld Bildung und Berufe der EKS

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Bericht über die Arbeit im Handlungsfeld Bildung und Berufe der EKS

Seit bald drei Jahren arbeitet die Evangelische-reformierte Kirche Schweiz mit sogenannten Handlungsfeldern. «Die Handlungsfelder setzen Schwerpunkte und Akzente in Bereichen, wo besondere Herausforderungen für das gemeinsame Wirken der EKS und der Mitgliedkirchen bestehen und wo gleichzeitig eine Notwendigkeit und eine Dringlichkeit vorliegen, dass die EKS und die Mitgliedkirchen im genannten Bereich verstärkt, gemeinsam Aufgaben bewältigen.» (» www.evref.ch/organisation/strategische-ausschuesse/). Pro Handlungsfeld - im Moment sind es deren drei zu den Themen «Bewahrung der Schöpfung», «Kommunikation» und «Bildung und Berufe» - ist ein Strategischer Ausschuss ins Leben gerufen und mit Grundlagenarbeit betraut worden. Die Strategischen Ausschüsse bringen die Ergebnisse aus ihren Beratungen und entsprechende Anträge über das zuständige Ratsmitglied in den EKS-Rat ein. Der Rat legt der Synode über jedes eingesetzte Handlungsfeld spätestens nach zwei Jahren einen Zwischenbericht und nach vier Jahren einen Schlussbericht vor.

Ich habe das Privileg, unsere Freiburger Kirche im Strategischen Ausschuss des Handlungsfelds Bildung und Berufe zu vertreten. Dass angesichts des überall spürbaren Fachkräftemangels in unserer reformierten Kirche dringender Handlungsbedarf besteht, wird wohl kaum jemand bestreiten. Darüber, wie dem Pfarrpersonenmangel oder dem Fehlen von qualifizierten Katechetinnen und Katecheten begegnet werden soll, gehen die Meinung von Genf bis Romanshorn schon eher auseinander. Umso mehr vermag deshalb das Projekt «Kirchliche Fachschule», das aus den Beratungen unseres Ausschusses hervorgegangen und der EKS-Synode bereits im letzten Sommer einmal vorgestellt worden ist, zu erstaunen: Angedacht ist die Gründung einer nationalen kirchlichen Fachschule. Dabei soll es sich aber nicht um eine Schule im physischen Sinn handeln, sondern vielmehr um eine Art Ausbildungszusammen-schluss oder Ausbildungskonkordat (in einem ersten Schritt einmal für den Bereich Religionspädagogik). Das Katechetik-Konkordat würde nationale Ausbildungsstandards setzten, die Ausbildungsangeboten in den verschiedenen Kantonalkirche zertifizieren und sie zu einem schweizweiten anerkannten kirchlichen Bildungsgang vereinen. Vielleicht würde es mit der Zeit sogar möglich werden, für den kirchlichen Ausbildungsgang auch eine nationale staatliche Anerkennung zu bekommen. Das heisst, die reformierte Katechetik-Ausbildung würde zu einer Qualifikation, die auch ausserhalb der Kirche von Wert ist. In unserem Ausschuss sind wir uns einig, dass wir nur dann wieder mehr und vor allem auch jüngere Leute für unsere Ausbildungen gewinnen können, wenn unsere Bildungsgänge von hoher Qualität sind und verschiedene Chancen eröffnen. Deshalb denken wir die Tätigkeit des Katecheten oder der kirchlichen Religionspädagogin auch in einem grösseren Zusammenhang und möchten sie zu einem Beruf machen, der viel mehr Aufgaben beinhaltet, als das Erteilen von wenigen wöchentlichen Religionsstunden.

Ob es unserem Ausschuss gelingen wird, den Rat und die Synode der EKS zum Sprechen der nötigen Gelder für eine «Machbarkeitsstudie Nationale Kirchliche Fachschule» zu bewegen, wird die Zukunft zeigen. Der Elan und die Innovationsfreude unserer kleinen Gruppe macht die Arbeit im strategischen Ausschuss Bildung und Berufe für mich aber so oder so zu einer grossen Motivationsquelle.

Franziska Grau Salvisberg
Co-Leiterin kantonale Fachstelle Bildung


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