Warum Laila Goepel im Kanton Freiburg Pfarrerin werden möchte

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Ich bin in Luxemburg aufgewachsen, wo ich zur Schule ging und einen zweisprachigen Abschluss in Französisch und Deutsch machte. Später zog ich für mein Studium nach Deutschland und studierte in Jena evangelische Theologie. Für mich eine Entscheidung, die ich bewusst getroffen habe. Es war mir wichtig, dass Bildung und persönliche Überzeugungen einen Sinn ergeben und miteinander im Einklang stehen. Ich war auf der Suche nach Fragen und Antworten und wollte wissen, wie man anständig über Gott und Glaube sprechen kann, ohne weltfremd zu sein und den Kontakt zur Realität zu verlieren. Dabei war mein Glaube eine konstante Begleitung, auch wenn es Höhen und Tiefen gab.

Direkt nach meinem Studium zog ich dann in die Schweiz. Aufgrund der dominierenden Präsenz der katholischen Kirche in Luxemburg fehlt es dort an Möglichkeiten, den Pfarrberuf innerhalb der evangelischen Kirche auszuüben. Die Wahl des Kantons Freiburg war kein Zufall. Die zweisprachige Kultur des Kantons Freiburg ist ein Aspekt, der mich besonders anspricht. Meine Fähigkeit, sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch zu kommunizieren, ermöglicht es mir, eine breitere Gemeinschaft anzusprechen und zu unterstützen. Diese Fähigkeit ist in einem Kanton mit grosser sprachlicher Vielfalt von unschätzbarem Wert. Zudem bin ich mir bewusst, dass es einen Mangel an qualifizierten Personen für den Pfarrberuf im Kanton Freiburg gibt.

Um in der Schweiz die praktische Ausbildung zur Pfarrerin, das Vikariat, absolvieren zu dürfen, muss ich aufgrund meines ausländischen Diploms derzeit noch Äquivalenzpraktika nachholen. Gleichzeitig arbeite ich für die Kantonalkirche und nutze diese Gelegenheit, um praktische Erfahrungen zu sammeln und meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Meine Motivation, diese Herausforderungen anzunehmen, liegt in meinem starken Glauben und meinem Wunsch, eine positive Unterstützung zur kirchlichen Gemeinschaft im Kanton Freiburg zu leisten.

Laila Goepel
Mitarbeiterin Kantonale Fachstellen ERKF

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Lettre R Mars 2024 - Laila Goepel
04.03.2024
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