150 Jahre-Jubiläum reformierte Kirche Freiburg

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Damals und heute eine offene Kirche

In den vergangenen Wochen feierte die reformierte Kirche Freiburg das 150-Jahr-Jubiläum ihres Kirchengebäudes. Bewährte wie auch neue Formen luden Kirchgemeinde und Öffentlichkeit zum Mitfeiern ein: Konzerte, Festgottesdienste, ein historischer Vortrag und eine Gemeinschaftswoche mit Sofa-Ecke und durchgehender Präsenz in der Kirche.

Vergangenheit und Gegenwart gleichermassen ins Licht zu setzen, war das Ziel des Steuerungsteams, koordiniert durch Kirchgemeinderätin Ashley Allemann. Erinnerung an den historischen Grund – die spektakuläre Erbauung einer Kirche in ihrer Zeit - ist konstitutiv für ein Jubiläum. Zugleich sollte das aktuelle Potenzial des Gebäudes - die unwahrscheinliche Chance seines Standorts im Stadtzentrum - zur Geltung kommen. Beide Ebenen verbanden sich durch das Schlüsselwort offen.

Eröffnet wurde die Serie durch zwei musikalische Highlights in die offene Kirche hinein. Am Bettag (21.9.) zog ein kantonaler ökumenischer Kantatengottesdienst Menschen aus vielen Kirchen an und brachte ihnen das Werk von J. S. Bach nahe. Zu den mitreissenden Klängen des One Step Gospel Choir aus Lausanne beim Gospelkonzert (4.10.) standen die Kirchentüren weit offen und lockten Passanten aus der rue de Romont in den Raum.

Bei den Tagzeitengebeten in der Gemeinschaftswoche (20.-24.10.) öffneten gemeinsamer Gesang und Stille die Herzen zahlreicher Menschen. Ein Team Freiwilliger und Pfarrerin Marina Felder waren auch zwischen den Gebetszeiten präsent und belebten die Kirche mit Ateliers, Konzerten, Filmvorführung, gemeinsamen Mahlzeiten, Seelsorge auch für Passanten und Gesprächen in der Sofa-Ecke. Die Woche machte deutlich, dass unsere Kirche offen ist für innovative Formen der Begegnung untereinander und vor Gott.

Le Temple OUVERT depuis 150 ans war der Titel des gut besuchten Vortrags (30.10.) durch Passeurs d’archives (Florence Bays, Florian Defferard, Christiane Racheboud). Er beleuchtete, wie der Bau von Anbeginn an eine Öffnung der Kirchgemeinde hin zur Stadt und zur Gesellschaft ermöglichte. Durch 90 eindrückliche Bilder zeigte er die Einbettung der Kirche in die wachsende Stadt. Er gab aber auch Einblicke in die Veränderungen sowohl im Kirchenraum wie auch bei den Treppen und Zugängen, mitsamt den Kontroversen, die sie auslösten.

Genau 150 Jahre und einen Tag nach der Einweihung feierte die Kirchgemeinde einen festlichen Erinnerungsgottesdienst (2.11.) mit ermutigenden Botschaften von Synodalrat Fritz Schertenleib, Stadträtin Mirjam Ballmer, Staatsrat Didier Castella und Grossratspräsidentin Françoise Savoy. Pfarrer Daniel Bolliger, der zusammen mit Pfarrerin Bettina Beer durch den Gottesdienst führte, liess sich für Liturgie und Predigt durch einen Wunsch des damaligen Kirchgemeindepräsidenten Fritz Hug bei der Grundsteinlegung inspirieren: „Die zu erstellende Kirche soll eine Kirche des Friedens sein.“

Wer das Jubiläum in seiner historischen Dimension und seinen Feierlichkeiten nacherleben möchte, darf sich freuen auf eine kleine Publikation zur Geschichte des Kirchenbaus und zu den Events des Jubiläums.

Fotos sind hier zu finden: » www.paroisse-fribourg.ch/de/150-jahre

Pfr. Daniel Bolliger
Kirchgemeinde Freiburg

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