Kirchensteuern für Unternehmen: Es steht viel auf dem Spiel!

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Immer wieder geschieht es! Kirchen sollen auf Einnahmen verzichten oder ihr Aktionsradius soll verkürzt werden.

Im Kanton Bern stehen die Kirchensteuern für Unternehmen im Fokus. Sie sollen freiwillig werden. Carlos Reinhard, Grossrat der FDP, hat seine Motion kurz vor Torschluss in ein Postulat umgewandelt. Dieses ist weniger verbindlich. Der Grossrat des Kantons Bern hat es angenommen. Der Regierungsrat wird nun die Folgen prüfen, falls die Kirchensteuern für Unternehmen einst tatsächlich freiwillig würden. Das Thema ist damit nicht vom Tisch. Das gilt auch für andere Kantone. Deshalb ist es äusserst wichtig, dass die Kirchen kommunizieren, was sie für die Gesellschaft leisten. Das zeigt diese Aufstellung:

Die Landeskirchen
  • unterstützen das soziale und kulturelle Leben vor Ort
  • entlasten das öffentliche Sozialwesen
  • unterstützen die Schwächsten der Gesellschaft
  • unterstützen Menschen mit Beeinträchtigungen
  • betreuen ältere Menschen
  • fördern die Musik
  • bilden junge Menschen aus
  • fördern Reflexion und Dialog
  • leisten einen wichtigen Beitrag für den Frieden
  • fördern die Verständigung zwischen den Religionen
  • sammeln Spenden für Leidtragende in Krisengebieten
Wenn die konfessionelle Katechese jemals aus der Schulzeit herausfallen würde, der Aktionsradius der beiden Landeskirchen würde dadurch eingeschränkt. Diese Themen würden den Kindern und Jugendlichen nur in kleinen Gruppen vorgestellt:
  • Religiöse Orientierung – Religion vermittelt Werthaltungen in einer instabilen Lebenswelt
  • Religionsfreiheit – wer die eigene Religion kennt, kann sich mit diesem Aspekt tiefgründing auseinandersetzen
  • Spirituelle Dialogfähigkeit – die eigene Spiritualität entwickelt sich und fördert die Sprach- und Argumentationskompetenz, auch zum Nutzen von anderen Fächern
  • Schutz vor Radikalisierung und Extremismus – ein informierter Geist lässt sich nicht beeinflussen
Durchdachte Argumente sind die Antwort der Kirche auf solche Vorstösse. Die Öffentlichkeit muss wissen, um was es geht! Nur so können ihre Vertreterinnen und Vertreter richtig entscheiden. Kommunikation wird zum entscheidenden Faktor.

Benjamin Stupan
Synodalrat
Ressort Kommunikation

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