Basisschulung zum Thema Grenzverletzungen: Vom Lesen zum Lernen und zum Umsetzen

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Bereits im letzten Lettre R haben wir über unsere Initiativen zur Vermeidung von Grenzverletzungen berichtet.

An sich verändert ein Schutzkonzept noch nichts. Es kann Orientierung geben, Begriffe klären und Erwartungen benennen. Wirksam wird es erst dort, wo Menschen beginnen, Hintergründe zu verstehen, das eigene Verhalten zu prüfen und neue Handlungssicherheit zu gewinnen. Das eigene Verhalten im Alltag und die eigene Rolle sind daher entscheidend.

Im letzten Lettre R ging es darum, wie wichtig es ist, bei sich selbst anzufangen. Hier legen wir den Schwerpunkt auf einen weiteren Aspekt dieses Lernmanagements: die Basisschulung. Wer sich mit Grenzverletzungen und verantwortlichem Verhalten auseinandersetzt, merkt rasch, dass Information nur der erste Schritt ist. Erst wenn Zusammenhänge zum realen Leben ergeben, entstehen jenes Wissen und jene Motivation, die Veränderung überhaupt möglich machen.

Die Basisschulung bietet dafür einen geschützten Rahmen. Dort können Fragen gestellt, Unsicherheiten benannt und konkrete Situationen gemeinsam angeschaut werden. Es geht darum, angepasstes Verhalten nicht nur theoretisch zu kennen, sondern es einzuüben und im eigenen kirchlichen Alltag verantwortungsvoll umzusetzen.

Die Schulung will nicht verunsichern, sondern stärken. Sie hilft, die eigene Rolle bewusster wahrzunehmen, Grenzen besser zu erkennen und mit Nähe und Distanz achtsam umzugehen. So wird aus Worten Schritt für Schritt eine Haltung.

Die ERKF wird diese Basisschulungen organisieren. Weitere Informationen dazu werden folgen. Zugleich wird sie alle Handlungsräume des Schutzkonzepts schrittweise erschliessen und in kommenden Ausgaben des Lettre R vertiefen – damit Prävention in unserer Kirche nicht Theorie bleibt, sondern gelebte Praxis wird.

Benjamin Stupan
Synodalrat Ressort Kommunikation

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